Umgestaltung Postinnenhof

Der ehemalige Posthof in Limburg soll im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Kernbereiche in Hessen“ im Jahr 2013 umgestaltet werden. Wie er danach aussehen wird, steht jetzt fest: Das Architektenbüro „ST raum a. GmbH“, mit Sitz in Berlin, ist mit dem ersten Preis des im Februar 2012 ausgelobten Realisierungswettbewerbs zur Umgestaltung des ehemaligen Posthofs ausgezeichnet worden.
Das Preisgericht sprach sich übereinstimmend für diesen Entwurf aus, der neben einem kleinen, ebenerdigen Wasserspiel, einem großen Baum, Gastronomie am Platzrand und einigen Sitzgelegenheiten bewusst auf weitere Bebauungen verzichtet, damit ein möglichst großer Nutzungsspielraum, z. B. für Veranstaltungen, gegeben ist.

Der von Bürgermeister Martin Richard und Dipl. Ing. Angela Bezzenberger (Jury-Vorsitzende) an ST raum a.-Geschäftsführer Tobias Micke am heutigen Montag in der WERKStadt übergebene Preis ist mit einer Prämie von 4.800 Euro dotiert. Gleichzeitig fiel der Startschuss für eine Ausstellung in der WERKStadt, in der sich Interessierte ab sofort bis zum 24. Juni über die verschiedenen Entwürfe und natürlich auch den Siegerentwurf informieren können.

Mit dem zweiten Preis wurden gleich zwei Arbeiten ausgezeichnet, einen dritten Preis gab es dafür nicht. Zudem wurden zwei weitere Arbeiten mit einer Anerkennung prämiert.

Qualitativ hochwertige Arbeiten

„Harmonie, Barrierefreiheit, sehr gute Realisierbarkeit und einfache Pflege waren ausschlaggebende Argumente, die zur Entscheidung für die ST raum a. GmbH geführt haben. Die Benennung von zwei zweiten Preisen zeigt, dass die eingereichten Arbeiten alle qualitativ sehr hochwertig sind. Davon kann sich jeder selbst ein Bild bei der Ausstellung machen“, so Bürgermeister Richard.
Das Preisgericht, bestehend aus Dipl.-Ing. Angela Bezzenberger (Vorsitzende), Annelie Bopp-Simon, Leiterin der Stabsstelle Stadtentwicklungs- und Bauleitplanung der Stadt Limburg, Dipl. Ing. Klaus Bierbaum, Marcel Kremer, feuer-werk.immobilien GmbH und Bürgermeister Martin Richard, tagte am 16. Mai 2012, um aus elf eingereichten Arbeiten die beste Lösung für die gestellte Aufgabe zu finden.

Nach der Auslobung des Realisierungswettbewerbs hatten sich 78 Architekturbüros beworben, von denen per Losverfahren zwölf Teilnehmer für den Wettbewerb bestimmt wurden und eine Arbeit abgeben konnten. Bewertungskriterien für die Preisrichter waren neben der städtebaulichen Qualität der Arbeit und der Einbindung in die umgebende Bebauung auch die qualitative Ausgestaltung, die Barrierefreiheit, die Funktionalität, die Ökologie und die Umweltverträglichkeit sowie die Wirtschaftlichkeit.

Die beiden zweiten Preise teilen sich die Büros METTLER Landschaftsarchitektur, Berlin und B2 Landschaftsarchitekten, Burgrieden. Die beiden Anerkennungen erhielten birke zimmermann landschaftsarchitekten, Berlin, und fischer heumann landschaftsarchitekten gbr, München.

Der Wettbewerb wurde gemeinsam vom Magistrat der Stadt Limburg und der feuer-werk.immobilien GmbH als Eigentümer des Platzes ausgelobt. Er richtete sich an Landschaftsarchitekten, Stadtplaner und Architekten.

Hintergründe zur Umgestaltung des Posthofs

Nach Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts der WERKStadt als innenstadtnahes Einkaufs- und Freizeitzentrum ist das Bebauungsplanverfahren für den zweiten Bauabschnitt abgeschlossen und der Bauantrag liegt zur Genehmigung vor. Mit dem Ausbau der WERKStadt im Rahmen des zweiten Bauabschnitts wird der ehemalige Posthof zukünftig eine zentrale Lage zwischen Bahnhofsplatz und WERKStadt einnehmen und die Funktion eines „Scharniers“ zur Verbindung von Neustadt und WERKStadt erhalten. Unterstützt wird dieser städtebauliche Zusammenhang durch die geplante Positionierung eines Portals an der Zugangsseite vom Bahnhofsplatz zum Posthof als Teil eines Fußgängerleitsystems.

Aufgrund der anstehenden Lage- und Funktionsänderung soll der Platz im Rahmen des Förderprogramms „Aktive Kernbereiche in Hessen“ zu einem öffentlich genutzten Platz und als Entrée zum innerstädtischen Einkaufs- und Freizeitzentrum WERKStadt bzw. als Entrée zur Innenstadt mit einer hohen Aufenthaltsqualität entwickelt werden.